본 연구는 특정한 식생활 방식과 그에 수반되는 사회적 신분 소속 간의 연관성을 일상적인 식생활의 다양한 측면을 통해 조명하고자 한다. 이를 통해 음식과 식문화를 생존을 위한 수단을 넘어, 시간의 흐름 속에서 형성되어 온 사회·문화적 산물로 파악한다. 음식은 개인에게 단순히 섭취를 위한 물질적 재화에 그치지 않고, 학습된 행동양식과 가치관, 전통, 종교적 규범 등이 중층적으로 얽힌 문화적 맥락 속에서 인식되고 실천된다.
본 연구의 핵심은 일상적인 식생활의 변화가 역사적으로 어떠한 방식으로 사회적 차이를 형성하고 재생산해 왔는지를 고찰하는 데 있다. 이를 위해 중세 초기부터 19세기에 이르기까지 독일 식문화의 역사적·사회문화적 발전 과정을 고찰한다. 음식문화는 물질적 차원을 넘어서는 총체적 문화현상으로서, 독일어 지역학 수업에서 역사와 문화를 통합적으로 탐구하기에 매우 적합한 주제이다. 이러한 접근은 학습자들이 독일 사회의 과거와 현재를 입체적으로 이해하도록 돕고, 나아가 문화적 통찰을 한층 심화할 수 있는 계기를 제공한다.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung einer kultur- und geschichtsbasierten Auseinandersetzung mit der Esskultur im landesku- ndlichen Unterricht des Deutschen als Fremdsprache. Das Verständnis moderner Gesellschaften setzt einen regionalwissenschaftlichen Zugang voraus, der historische, kulturelle und soziale Dimensionen integriert. Besonders die Vermittlung geschichtlicher Zusammenhänge spielt dabei eine zentrale Rolle, wie die ABCD-These sowie Wirlachers Konzept der Landeskunde als „geschichtliches Lernen “verdeutlichen.
Essen ist weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme: Es fungiert als sozio-kulturelles Symbolsystem, in dem gesellschaftliche Strukturen, kollektive Identitäten und normative Werte zum Ausdruck kommen. Im historischen Wandel war die Esskultur stets ein Indikator sozialer Differenzierung und Machtverhältnisse.
Das Konzept der Esskultur umfasst sowohl materielle Aspekte (z. B. Zubereitung, Zutaten, Essgeräte) als auch immaterielle Dimensionen (z. B. Traditionen, Werte, Symbole). Sie stellt ein soziales Totalphänomen dar, das die Ordnung, Hierarchien und kollektiven Identitäten einer Gesellschaft widerspiegelt.
Der erste Teil der Arbeit analysiert die Entwicklung der Esskultur vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wird aufgezeigt, wie Speisen und Tischsitten als Ausdruck sozialer Zugehörigkeit und Distinktion fungierten: Während der Adel durch aufwendige Gerichte und prunkvolle Tafelsitten seine gesellschaftliche Stellung demonstrierte, war die bäuerliche Bevölkerung auf einfache, häufig innereienbasierte Kost angewiesen. Auch Fleischkonsum, Tischdekoration und Essgeschirr dienten als sichtbare Marker des sozialen Rangs.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Auseinandersetzung mit Esskultur einen wertvollen Beitrag zur landeskundlichen Bildung leistet, da sie einen ganzheitlichen Zugang zu historischen und gesellschaftlichen Strukturen eröffnet. Durch die Integration von Esskultur in den DaF-Unterricht lässt sich das kulturelle Verständnis der Lernenden vertiefen und ein differenziertes, erfahrungsbasiertes Bild der deutschsprachigen Welt vermitteln.
Der zweite Teil der Arbeit wird die Entwicklung der Esskultur vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart behandeln und diese Perspektive ergänzen.