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KCI 등재
시인의 근대의식 형성과 서술전략의 변화 - 루드비히 티크의 「금발의 에크베르트」와 「루넨산」을 중심으로
Moderne Bewußtseinsbildung und neue Erzahlstrategie - Ludwig Tiecks Kunstmarchen Der blonde Eckbert und Der Runenberg
장희권 ( Jang Hee-kwon )
DOI 10.24829/JKBS.2017.48.03
UCI I410-ECN-0102-2018-800-000619144

Das Marchen ist ein Hauptanliegen der Romantiker, denn es entspricht ihrem literarischen Interesse. Romantik wird charakterisiert durch die Sehnsucht nach der Ferne und Nostalgie nach der mittelalterlichen deutschen Sitte und Kunst. Die Romantiker stellen eine phantastische Welt dar, in der sich die Willkur des Dichters unbegrenzt entfalten kann. Das heißt, durch die Auflosung der bisherigen Genretrennung schildern die Romantiker Stoffe, die willkurlich und zugleich von moralischen Normen befreit sind. Die von den Romantikern bevorzugten literarischen Stoffe sind bald wegen ihrer Ratselhaftigkeit mit Vernunft nicht zu erklaren, wie z. B. eine unbewusste Traumwelt, bald erscheinen sie absurd durch ihre Absonderlichkeit. Das Marchen ist in diesem Sinne, wie Novalis` Fragmenten zu entnehmen ist, eine geeignete Form, die Anspruche zu erfullen. Innerhalb der Gattung Marchen gibt es zwei Richtungen. Die erste ist das Volksmarchen, welches in den Kinder und Hausmarchen(1815) der Bruder Grimm gesammelt und entwickelt wurde. Die zweite ist das Kunstmarchen, wie es vor allem von Ludwig Tieck, Clemens Brentano, E. T. A. Hoffmann geschrieben wurde. Wahrend das Volksmarchen keinen Gebrauch der Ironie aufweist, indem eine als naturhaft aufgefasste schlichte Weltanschauung zugrunde lieget, setzt das Kunstmarchen haufig Allegorien ein und zeigt sich bald ironisch, bald satirisch. Es befasst sich inhaltlich mit dem Denken und Fuhlen wie z. B. philosophischen, damonischen und religiosen Problemen. Im Kunstmarchen sind die Orientierungsmuster des Volksmarchens vorhanden, werden jedoch anders eingesetzt. Im Kunstmarchen versucht der jeweilige Autor, individuelle und gesellschaftliche Wunschwelten darzustellen, die sich der zeitgenossischen Realitat widersetzen. Aus diesem Grund ist in vielen Kunstmarchen die Marchenform kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, die theologische, philosophische, aber auch politische Problematik zu entwickeln. In meinem Beitrag werden die im Blonden Eckbert und im Runenberg vorkommenden volksmarchenhaften Elemente herausgearbeitet. Der blonde Eckbert und Der Runenberg greifen in ihren Stoffen zwar volksmarchenhafte Elemente auf, unter dem Aspekt der Handlungsentwicklung findet man jedoch zahlreiches Ungewohntes, wie es im Volksmarchen eigentlich kaum vorkommt. Hier sind etwa der allegorische Kontrast zwischen Waldeinsamkeit und Weltgeselligkeit, zwischen der Pflanzenwelt des Dorfes und der Steinwelt des Gebirges, die Thematik von Geselligkeit und Freundschaft zu nennen, außerdem das Motiv von Geheimnisverrat und Inzest, die damonische Kraft als Movens der Figuren, die Perspektivetechnik, die Psychologisierung und das moderne Bewusstsein. All dies ist in Tiecks Marchen deutlich zu konstatieren. Diese Themen und Stoffe lassen sich nur im Kontext eines modernen Romans, etwa dem Trivial- oder Schauerroman, uberzeugend interpretieren und analysieren. Das Phanomen der Ambivalenz im Blonden Eckbert und dem Runenberg, deren Erzahlstrukturen dem Schema des (Volks-)marchens entsprechen, mit ihren thematischen Entwicklungen jedoch durchaus dem modernen Roman naher stehen, ist wohl ein Zeichen dafur, dass Ludwig Tieck sich in einer Ubergangsphase vom vormodernen Zeitalter zum modernen befindet.

Ⅰ. 들어가는 말
Ⅱ. 민속동화적인 요소
Ⅲ. 근대 의식의 반영으로서의 창작동화
Ⅳ. 맺음말
참고문헌
[자료제공 : 네이버학술정보]
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