닫기
216.73.216.214
216.73.216.214
close menu
KCI 등재
현대문학 : 환상의 치유력: 미하엘 엔데의 『끝없는 이야기』
Phantasie als heilende Kraft in Michael Endes Die unendliche Geschichte
신해양 ( Hye Yang Shin )
UCI I410-ECN-0102-2012-850-002973449

Die unendliche Geschichte (1979) von Michael Ende ist eine Geschichte, in der das Erzahlen nie zu einem Ende kommt. Der letzte Satz des umfangreichen Romans lautet: "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzahlt werden." Der Roman beginnt mit der Beschreibung der Wirklichkeit, in der sich die Hauptfigur Bastian Balthasar Bux befindet. Der kleine dicke Junge von zehn oder elf Jahren tritt auf der Flucht vor Schulkameraden, die ihn stets hanseln, in ein Antiquariat ein. Dort trifft er auf den Besitzer Karl Konrad Koreander, der gerade das Buch Die unendliche Geschichte liest. Er stielt das ungewohnliche Buch, schleicht mit ihm auf den Speicher seiner Schule und beginnt dort, es zu lesen. Je mehr er sich bei der Lekture in das Reich Phantasiens vertieft, desto mehr vergisst er seine unbehagliche Wirklichheit und tut im 13. Kapitel, das heißt genau zur Halfte des Buches, selbst den sprung nach Phantasien, um dort die Rolle des Retters Atreju auszulosen und die kranke Kindliche Kaiserin zu retten. Durch verschiedene Abenteuer kehrt er am Ende in seine Wirklichkeit zuruck, nun mit dem Bewusstsein, was er wirklich will. Die unendliche Geschichte zeigt dem Leser Bastians personliche Entwicklung von einem schwachen, feigen zu einem selbstsicheren und tapferen Jungen. Seine Abenteuer in Phantasien verhelfen ihm zur Selbstidentifizierung und Selbstuberwindung. In diesem Sinne kann der Roman zu den Entwicklungsromanen gezahlt werden. Dabei spielt aber das Phantastische eine entscheidenere Rolle als bei anderen realistischeren Entwicklungsromanen. Die Grundaussage der unendlichen Geschichte ist: Phantasie und Wirklichkeit bedingen einander, konnen nicht ohne einander sein, wie man an der Handlung des Romans sehen kann. Die Wechselbeziehung von Wirklichkeit und Phantasie ist konstruktiv fur den Roman. Bastian braucht Phantasie, um sich selbst und damit auch die Welt zu verstehen und sich eine Vorstellung von ihr zu machen. Michael Endes Phantastik ist keine bloße Flucht in die Domane des Imaginaren bzw. des Literarischen. Irgendeine Eskapismus- oder Kompensationstheorie ware seiner Literatur nicht angemessen. Denn die Suchbewegungen in seiner phantastischen Welt streben uber die kleinburgerliche Welt hinaus nach kosmischen Erweiterungen, um eine bewohnbare Welt, einen neuen Mythos zu schaffen. Wie man am Beispiel von Bastian gut sehen kann, ist seine unendliche Phantasie in der irdischen Welt verwurzelt und stets auf die Harmonie mit der Wirklichkeit bedacht. Gerade in diesem technisch hoch entwickelten, allzu nuchternen Zeitalter, kann sie daher heilende Krafte enthalten.

[자료제공 : 네이버학술정보]
×