Der wichtigste Kernpunkt im Musils Roman $quot;Der Mann ohne Eigenschaften$quot;, dessen erster Plan im Jahre 1905 konstruiert und von seiner Ehefrau Martha Musil ein Jahr spa¨ter nach seinem Tod 1943 einschließlich des unvollendeten Nachlaßteils vero¨ffentlicht worden war, besteht im satirischen Charakter vom `Ambivalenz`-Begri. Zum erstenmal wird dieser Begriff in den fruhen Notizen zu einem geplanten Ich-Roman $quot;Monsieur le Vivisecteur$quot; (Tagebuch-Heft 4 1898) erwahnt. Der `Ambivalenz`-Begriff bedeutet die Zweiwertigkeit zwischen der normalen Denkweise und dem Ansatz zu einer underen Denkhaltung, noch einer underen Absicht, aus der Denkgewohnheit herauszutreten. Dies geht von dem Grunderlebnis des Widerspruchs zwischen Denken und Dasein aus, das die gauze Generation des endenden 19. Jahrhundertskennzeichnet`. Im Werk ,Monsieur le Vivisecteur` verneint Musil ,2×2=4 Logik`, denn ,es gibt dock auch Dinge ,die ihre Existent nicht bloß einem U¨bereinkommen unter uns Menschen verdanken`. Wie man sagt, d.h. die Mo¨glichkeit zum underen Verhalten. Aufgrund dieses Verhaltens vivisiert sich Musil selbst wie `seine Mitmenschen oder auch die Zeitverha¨ltnisse, und nennt sich in seinem Werk einen ,seelischen Vivisecteur`. Ohne weiteres zielt auch das Problematische in seinem Roman ,Der Mann ohne Eigenschaften` auf die Verla¨ngerung dieses sezierenden Auseinundernehmens, d.h. die Grundhaltung in diesem Roman ist die. eines Vivisecteurs, dem es trotz der analystischen Haltung um das ,utopische Denken, geht. Denn der Eindruck, der besonders die Wirklichkeit auf Musil macht, kennzeichnet sich als ,Verlust an Ideologie`, ist die Diagnose negativ, die er seiner Zeit stellt. Aber er fu¨hlt sick als Mensch und als Dichter fu¨r die Zukunft verantwortlich. Die Gegenwart ist Stoff fu¨r einen mo¨glichen Entwurf. In diesem Sinne deutet Musil die zweideutigen Vorstelluneng von ,Wirklichkeitssinn und Mo¨glichkeitssinn` an. Mo¨glichkeitssinn bedeutet eine undere potentielle Fa¨higkeit, die man in de Wirklichkeit realisieren kann. Hiermit ist sein Denken an die Zukunft orientiert. Darum, sein Denken zielt auf Litopia, auf einen verwundelten Zustund des Menschen. Infolgedessen steht Musil auf dem Stundpunkt des Theoretikers, der die ta¨tsachen ohne Pathos betrachtet, und analysiert die Gegensta¨nde nicht in Absoluten, sondern in Zusammenha¨ngen.