Rainer Maria Rilkes $lt;Die Aufzeichnungen des Malte Lzttrids Brigge) geho¨rt zu den Werken, welche die existentielle Krise des Menschen in der Gegenwart am fru¨hesten und unter vielseitigen Gesichtspunkten ausgedru¨kkt haben. Dieser Roman ist von $lt;Nichts) durchdrungen. Das $lt;Nichts$gt; gilt als Nihilismus und bedeutet hier den Abgrund, der in der Umwa¨lzung alley Werte seinen Ursprung findet. Aber dieses $lt;Nichts$gt; fa¨ngt an zu denken und stellt sieben Fragen an den Helden $lt;Malte$gt;. Der Held $lt;Malte$gt; wird als Nihilist angesehen, doch ein denkender Nihilist, ein handelnder Nihilist. Er ist zwar kein Zersto¨rer, aber ein mutiger Analyiker. $lt;Malte$gt; will das Leben gerade durch d.en Nihilismus auslegen, sein Standpunkt ist also ein existentieller. $lt;Malte$gt; muß als Anfa¨nger sehen(=ausiegen) lernen. Zuletzt will er als ein verlorener Sohn gelten. Die Angt, die Einsamkeit, der Tod, die Liebe sind in diesem Roman bedeutende Hauptmotive. $lt;Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge$gt; ist eine hohe Wasserscheide in Rilkes Leben und seinen Werken. Das negative Welt in den $lt;Aufzeichnungen$gt; wird spa¨ter in $lt;Duineser Elegien$gt; und $lt;Sonette an Orpheus$gt; in eine positive Welt verwandelt,