In der vorliegenden Abhundlung wird fiber die syntaktische Struktur der gebundenden Fokus-Konstruktion im Deutschen diskutiert. Dabei wird der Schwerpukt darauf gelegt, die Frage zu beantworten, wie man die Stelle der Fokuspartikeln wie nur, auch und sogar relativ zu ihrer Fokus-Konstituente ada¨quat beschreiben kann. Um das Problem der relativen Stellung der Fokusparteln in der gebundenen Fokus-Konstruktion zu losen, wird eine neue Theorie, die als $quot;die Bewegungstheorie der Fokuspartikeln (BTFP)$quot; bezeichnet wird, vorgeschlagen. Die BTFP wird als eine alternative Theorie zu dem Ansatz der freien Stellung der Fokuspartikeln konzipiert, der in Jacobs (198ß, 1988) vorgeschlagen worden war und lange Jahre als eine herrschende Auffassung im dem Bereich anerkannt worden ist. In der BTFP geht man von der zugrundliegenden Annahme aus, daß die Fokuspartikel in der D-Struktur adjazent zu ihrer Fokus-Konstituente vorkommt. In diesem Sinne ist die BTFP eine erweiterte Fassung des Adjazenz-Ansatzes, der in der traditionellen Grammatik vertreten worden ist. Ein Novum der BTFP ist darin zu finden, daß die Bewegung der Fokuspartikeln zugelassen wird, die einigen Beschra¨nkungen unterliegt. Die Beschra¨nkungen sind folgendermaßen formulierbar: Die Bewegsbeschra¨nkungen der Fokuspartikeln im Deutschen i. Wenn die Fokuspartikel innerhalb einer Nominalphrase die nominate Projektion der N^0- Ebene oder N¹- Ebene als ihre Fokus-Konsttuente besitzt, muß sie sich notwendigerweise aufwa¨rts bewegen und an die maximale Projektion des Nomens adjungiert werden. ii. Wenn die Fokuspartikel innerhalb einer Pra¨positionalphrase die nominate Projektion der N^0- Ebene oder N¹- Ebene als ihre Fokus-Konstituente besitzt, muß sie sich notwendigerweise aufwa¨rts bewegen und an die maximale Projektion der Pra¨position adjungiert werden. Ferner wird dafu¨r argumentiert, daß die BTFP auch fu¨r die Beschreibung der einschlgigen Pha¨nomenen des Englischen und Koreanischen geeignet ist. Daraus ko¨nnte man schließen, daß die BTFP nicht eine sprachspezifische Theorie, sondern eine sprachuniverselle sei.