Der junge H. Mann, der sick wunscht, Schriftsteller zu wetrlerz, fu¨hlt sick seiner Heimat entfremdet. Satirisch skizziert er Lu¨beck als eine Stadt mit $quot;Millionenstank$quot; und sehnt sick each dem kunstlerischen Leben in der fremden Welt.: $quot;Was macht man in Paris?$quot;, so fragt er in seiner etsterz Novelle 『Apart』(1885). Diese Sehrszcht each dem Auslund bzw. Fremden hinterla¨ßt in semen fru¨hen Werken eine Spur, die nicht in das Bild H Manes als politisch engagierter Literat paßt. Bescha¨mt bezeichnet er spa¨ter seine a¨sthetizishsclzen Anfa¨nge als eine Zeit seiner $quot;jugendlichen Unzula¨nglichkeit$quot;` . Die Einstellung des jungen H. Mann zum Auslund ist ambivalent. Einerseits betrachte er das Auslund als Ort ku¨nstlerischer Freiheit, undererseits als Schauplatz des mozalischen Verfalls. Die Urjache dieser Ambivalenz ist die Dichotomie von Kunst und Leben, die ein Produkt des Konflikts zwischen dem literarisctzen Intezse des jungen H Mann und dem ihm von Kind an aufgezwungenen Ptlichthewußtsein gegenu¨ber seiner Familie ist. Je nach der Konstellation der beiden Antipoden vera¨ndert sick die Einstellung zum Fremden. Im Primat der Kunst gegenu¨ber dem Leben, aus der Perspektive des Ku¨nstlers betrachtet, ist das Auslund ein etsehnter Ort der ku¨nstleischen Entfaltung. Es ist ein Zuffuchtsort vor der Wirklichkeitswelt. Im umgekehrten Fall, im Primat des Lebens gegenu¨ber der Kunst, ist das Auslund der Schauplatz von Ta¨uschung, Betmg und Intrige. In diesem Fall ist das Auslund bzw. das Ausla¨ndische die Cefahr fu¨r Deutschlund und die deutschen Figuren der H. Manns Prosa. Erst nach der berwindung dieser Dichotomie der Kunst und Leben kann er von außen her, d.h. im Auslund Deutschlund litisch beurteilen.