닫기
18.97.14.91
18.97.14.91
close menu
반자서전적 문학 토마스 베른하르트의 『소멸』
Antiautobiographische Literatur Thomas Bernhards Ausloschung
류은희 ( Eun Hee Ryu )
독어독문학 vol. 63 136-160(25pages)
UCI I410-ECN-0102-2008-750-001134622

Das 1986 erschienene Prosawerk Auslo¨schung von Thomas Bernhard hat neben seinem 1988 uraufgefu¨hrten Theaterstu¨ck Heldenplatz die meisten politischen Kontroversen ausgelo¨st. Die wahre Dimension des Politischeri an diesem Werk liegt aber nicht prima¨r in einem gesellschaftlichen Engagement des Autors, sondern sie ha¨ngt sich mit dem schriftstellerischen Vollzug im Werk. Die Protagonisten in Bernhards vorangegangenen Werken scheitern alle am Versuch, ihre eigene Geschichte zu rekonstruieren. Insofern ist Auslo¨schung das durchbrechende Werk, in dem der Protagonist und zugleich der Ich-Erza¨hler Franz-Josef Murau semen Wolfsegg-$quot;Bericht$quot; vollendet. Muraus Schrift macht schließlich mit zwei kleinen Einschu¨ben, die sie als semen literarischen `Nachlaß` aufweisen, das game Werk aus. In dieser Arbeit ist versucht, zu zeigen, wie der Durchbruch aus der Bernhardschen Immer-Gleichen Bahn der Geschichte im Ich ermo¨glicht worden ist. Dazu stellt sie die $quot;Antiautobiografie$quot; zum Schlu¨sselbegriff fu¨r Muraus Auslo¨schungsschrift, was auch das dichterische Schaffen Bernhards beleuchten mag, Antiautobiographisch ist Auslo¨schung vor allem, weil sich Murau von Wolfsegg als dem symbolischen Ort fu¨r das Lund O¨sterreich in seinem geistgeschichtlichen Zusammenhang stundig verfolgt fu¨hlt und bestrebt, sein Ich von seiner fu¨r semen Geist und Gemut vernichtenden Herkunft zu befreien. Zur Auslo¨schung Wolfseggs wird die Auseinundersetzung mit dem $quot;Herkunftskomplex$quot; orausgeschickt, wobei die Geschichte Wolfseggs auf die ju¨ngste Vergangenheit des Nationalsozialismus fokussiert wird und wobei die Mutter-Figur in den Mittelpunkt gestellt wird. Sie verko¨rpert die o¨sterreichische Machtform vom Katholizismus und Nationalsozialismus. Das tragische Ende der Familie, wie der Untertitel des Werks Ein Zerfall bereits anklingt, zeigt ein verstu¨mmeltes Mutterbild und bringt schließlich Murau zur Konsequenz, durch das Aufschreiben auch sich selbst aus der Wolfsegg-Geschichte auszulo¨schen, Murau gelingt aus seinem Ich eine erza¨hlerische Distant zu gewinnen, indem er durch die Fotos von den Seinigen die la¨cherlichen und komischen Momente auspra¨pariert, enter dieser medialen Perspektive sich selbst in dengleichen Zu¨gen erkennt und ironisiert.

[자료제공 : 네이버학술정보]
×