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제 이 언어에 있어서의 시간지시 Zeitreferenz
Zeitrefernez in der Zweitsprache
권영숙 ( Yeong Sook Kwan )
독어독문학 62권 407-423(17pages)
UCI I410-ECN-0102-2008-750-001134728

Will ein Sprecher eine Menge von komplexen Informationen ausdru¨cken, kanner seine Gesamtvorstellung oft nicht innerhalb einer Außerung darstellen, sondern muß sie auf eine Reihe von A¨ußerungen verteilen. Diese A¨ußerungen sind - dem linearen Charakter der sprachlichen Zeichen entsprechend - linear angeordnet. Der Sprecher ist konfrontiert mit dem sogenannten Linearisationsproblem. Das wichtigste Problem besteht darin, die einzelnen A¨ußerungen in zeitlicher Folge anzuordnen. Dies resultiert in temporal strukturierten Texten. In dieser Abhandlung wird untersucht, nach welchem Prinzip solche Texte aufgebaut sind. Ihr liegt die Annahme zugrunde, daß der temporal organisierte Text nicht beliebig, sondern prinzipgesteuert ist, indem die Gesamtvorstellung aus einer Kette von Teilereignissen besteht, die in einer temporalen Relation zueinander stehen. In diesem Sinne ist Temporalita¨t in ihrer Bedeutung als ein Mittel zum Aufbau koha¨renter Diskurse anzusehen, insofern sie die Grundlage fu¨r die Strukturprinzipien gedanklicher Zusammenha¨nge bildet. Die temporal organisierten Diskurse erfordern eine Spezifikation in drei Phasen: temporale Verankerung, temporale Relationen und Schluß. Es ist fu¨r den erwachsenen Lerner wichtig, fru¨hzeitig die temporalen Relationen ausdru¨cken zu ko¨nnen. Also ist zu fragen, wie der Lerner die Ausdrucksmittel, die ihm zur Verfu¨hgung stehen, einsetzt, um die notwendigen Informationen u¨ber die zeitlichen Relationen zwischen den Ereignissen darzustellen. Dieser Untersuchung liegt im Gegensatz zu den bis vor kurzem vorherrschenden formbezogenen Untersuchungen zur L2-Forschung der Psycholinguistisch begrizndete konzeptorientierte Ansatz zugrunde. Es besagt, daß der erwachsene Zweitsprachlerner u¨ber voll ausgebildete temporale Konzepte verfugt, und daß die temporalen Konzepte beim Zweitspracherwerb und -gebrauch eine zentrale Rolle spielen. Der Lerner verfu¨gt bereits u¨ber kognitive Dimensionen zeitlicher Relationen, wa¨hrend die Kinder im Erstspracherwerb diese zeitlichen Verha¨ltnisse erlernen mu¨ssen. Was dem erwachsenen Lerner fehlt, sind sprachliche Ausdrucksmittel. Das Verha¨ltnis von Ausdruck und Bedeutung in temporalen Angaben wird in dieser Arbeit in Hinblick darauf untersucht, welcher Mittel sich die Lerner bedienen, um ein ihnen bekanntes Konzept mit ihnen verfu¨gbaren Mittel auszudru¨cken. Die Lernersprache wird im Rahmen des konzeptorientierten Ansatzes beschrieben. In der vorliegenden Arbeit wird eine Studie daruber gefu¨hrt, wie die Zweitsprache zum Ausdruck der Zeitreferenz eingesetzt wird und wie Temporalita¨t als eine fundamentale Eigenschaft von Texten eines temporal koha¨renten Textes beitra¨gt. Es wird weiterin untersucht, inwiefern die Muttersprache (Ll) zum Erwerb der Zweitsprache (L2) beitra¨gt. Dies wird anhand von Filmnacherza¨hlungen von koreanischen Krankenschwestern dargestellt. Um ein Gesamtbild des Sprachsystems der Koreanerinnen zu erhalten, wird das Sprachsystem der drei koreanischen und der drei deutschen Informanten als eine Vergleichsgro¨Be in die Untersuchung eingefu¨hrt.

[자료제공 : 네이버학술정보]
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