In der vorliegenden Arbeit wird ein Grammatikmodell im Rahmen der Minimaltheorie von Chomsky (1993/1994) dargestellt, in dem deutsche Wortbildungen auf der syntaktischen Ebene erLeugt werden ko¨nnen. Dieses Modell beruht auf der Annahme, daß Wortbildungskompetenz der Menschen fu¨r einen Teil ihrer syntaktischen Kompetenz gehalten werden ko¨nnen. Diese Annahme wird im Hinblick auf die folgenden zwei Gesichtspunkte bewiesen: 1. Die konzeptuelle Notwendigkeit von Chomsky (1994), daß die Menschen beim Sprechen grundsa¨tzlich zwei lexikalische Objekte fusionieren, kann auch auf die Generierung der Wortbildungen angewendet werden. 2. Sowohl Wortbildungen als auch Phrasen ko¨nnen ausgehend von den gleichen syntaktischen Informationen (z.B. Subkategorisierung, Argumentstruktur usw.) der Lexikoneinheiten generiert werden.