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독일어 동사체계에서 불규칙동사가 유지되는 이유
Warum behaupten sich noch die unregelmaBigen Verben im deutschen Verbalsystem?
김재명 ( Jai Myoung Kim )
독어독문학 vol. 61 321-340(20pages)
UCI I410-ECN-0102-2008-750-001135023

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, warum sich starke Verben gegenu¨ber schwachen gut behaupten ko¨nnen, obgleich in der Sprachvera¨nderung nicht wenige starke Verben in die Gruppe der Schwachen u¨bergetreten sind, diese U¨bertretung immer noch nicht abgeschlossen ist und neue Verben immer schwach flektiert werden. Das Tempus wird bei den starken Verben durch die Inflexion und die Endungen ausgedru¨ckt. Die schwachen Verben dagegen unterscheiden Pra¨t. und P.P. durch ein Dentalsuffix und die Endungen. Hier stehen sich also ein modifikatorischer und ein Suffixmarker gegenu¨ber. Nach Mayerthaler (1981) werden normalerweise solche Paradigmen bevorzugt, die nach dem Prinzip $quot;eine Funktion - eine Form $quot; entsprechend aufgebaut sind oder Paradigmen, bei denen konstruktioneller Ikonismus vorliegt: Was semantisch $quot;mehr$quot; ist, wird durch ein $quot;Mehr$quot; an formalen Mitteln symbolisert. In diesem Sinne sind bei der Symbolisierung die starken Verben sta¨rker markiert als die schwachen. Bei allen innermorphologischen Vera¨nderungen, in denen sta¨rkere und schwa¨chere markierte Formen miteinander konkurrieren, dominiert die weniger markierte Form. Das hat zur Folge, daß viele starke Verben entweder schon schwach konjugiert werden oder wenig bzw., gar nicht gebraucht werden und dadurch absterben. Da die schwachen Verben aufgrund ihrer ho¨heren absoluten Typenfrequenz gegenu¨ber den starkers Verben die dominierende Struktureigenschaft stellen, ko¨nnten wir nach Wurzel (1984) fu¨r das deutsche Verbalsystem vorheragen, daß immer mehr starke Verben sich die Bildungstypologie der schwachen Verben aneignen. Dennoch treffen wir in der Alltagskommunikation auf das Pha¨nomen, daß die starkers Verben relativ ha¨ufig auftreten. Als Grund dafu¨r nennt Werner (1977, 1987), daß man statt ha¨ufiger verwendeter komplexer Strukturen einen ferti gen und kurzen Ausdruck mo¨chte. Das ist beim kommunikativen Verfahren o¨konomischer. Die Belastung in der Kompetenz, die Lern- und Geda¨chtnisarbeit lohnt sich, weil darn die Sucharbeit nach einem geeigneten Komplex entfa¨llt und sich Artikulations-, U¨bertragungs- und Entschlu¨sselungsarbeit spart. Fu¨r seltener beno¨tigte semantische Komplexe jeweils einen fertigen Ausdruck zu haben, belastet aber das Geda¨htnis sehr und stellt einen hohen Lernaufwand dar. Das ist der Grund, warum Suppletivformen nur bei den wenigen, ho¨chstfrequenten Wortformen o¨konornisch sind Diese Suppletivformen zeigen viele unregelma¨ßigen Verben und in gewissem Sinne auch all die starken Verben. Die absolute Zahl der starken Verben ist verschwindend gering im Vergleich zu den schwachen Verben, aber ihre relative Ha¨ufigkeit im flieBenden Text ist u¨berraschend. Das ist der Grund, warum die starken Verben nicht ganz absterben und sich noch gut gegenu¨ber den schwachen behaupten ko¨nnen.

[자료제공 : 네이버학술정보]
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