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자아의 절대화와 파멸의 필연성 . 슈투름 운트 드랑에 대한 이념사적 접근의 시도
Paradoxie der absoluten Ich-Verwirklichung Eine ideengeschichtliche Analyse des Sturm und Drang
김수용 ( Su Yong Kim )
독어독문학 vol. 61 1-23(23pages)
UCI I410-ECN-0102-2008-750-001135194

Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, den unbedingten Drang zur absoluten Ich-Verwirklichung als das wesentlichste Moment des Sturm und Drang zu definieren. Sie will aber such zeigen, wie die versuchte Selbstverabsolutienmg des Ich zu einer tragischen Selbstzersto¨rung fu¨hrt. Zwischen den beiden besteht eine negative, systemimmanente Dialektik. Die literarische Jugend-Bewegung $quot;Sturm und Drang$quot; hat ihre ideelle Genese in jenem berithmten $quot;unbedingten Bestreben, alle Begrenzungen zu durchbrechen$quot; (Goethe). Dies bedeutet im konkreten, daß die Stu¨rmer und Dra¨nger jede determinierende Kraft, die von außen her wirkt, mit aller Entschiedenheit ablehnen, ganz unabha¨ngig davon, ob es sich dabei um eine religio¨se, metaphysische, moralische, politische oder gesellschaftliche Ordnung handelt. In diesem Sinne besteht die Absolutheit des Ich in seiner unumschra¨nkten Freiheit. Daß fast alle literarischen Werke dieser Jugend-Bewegung die strukturbildende Polarita¨t von Kerker und Freiheit, Enge und Weite, Unterdru¨ckung und Auflehnung enthalten, bezeugt, daß die Lebens- und Weltauffassung dieser jungen Dichter tief vom Widerspruch zwischen der realen Wirklichkeit und dem geforderten vollen Autonomie des Ich gepra¨gt ist. Ein Widerspruch, den sie letztlich nicht u¨berwinden konnten. $quot;Genie$quot; ist eine programmatische Parole dieser absoluten Freiheit des Ich. Denn das Genie ist im Grunde der Mensch, der sich frei entfaltet, der $quot;nicht fremdbestimmt$quot; ist, also ein absolut autonomes Wesen. Charakteristisch fu¨r die Genieauffassung des Storm und Drang ist aber, daß dieser Begriff keineswegs nur $quot;a¨sthetisch$quot; ist. Denn dieses Genie lehnt nicht nor alle Regeln der Poetik, sondern auch die der Gesellschaft ab. Das Genie stellt sich also eine idelle und ideale Existenzform sowohl des autonomen Ku¨nstlers als auch des sich selbst absolut setzenden Individuums. Aber der grenzenlose Freiheitsenthusiasmus des Storm und Drang venwandelt sich im Lauf seiner Entwicklung zu einem dogmatischen Idealismus des $quot;Ich$quot;, zur Ichbefangenheit. Der extremisierte Individualismus und Subjektivismus des absoluten Ich gera¨t notwendig in Konflikt mit der Gemeinschaft, da diesel Ich jede Art von Gesetz und Ordnung ablehnt, die aber notwendig sind fu¨r die Erhaltung der Gesellschaft. Das Genie muß also an einen $quot;Punkt$quot; gelangen, $quot;in dem das Eigentilmliche unsres Ichs, die pra¨tendierte Freyheit unsres Willens, mit dem nothwendigen Gang des Ganzen zusammensto¨sst$quot; (Goethe). Und dies stellt den Grund fu¨r den Untergang des genialen Ich dar. Dieser Untergang ist aber nicht nur physisch notwendig, sondern auch moralisch gerechtferigt, da der unbedingte Wille zur Selbstverwirklichung des absoluten Ich unvermeidlich despotische Zu¨ge in sich habe. Die Reihe der großen Ma¨nner, die Goethe und Schiller in ihren Sturm-und-Drang-Jahren gestaltet haben, Faust, Prometheus, Go¨tz, Karl Moor, Fiesco, Ferdinand und Posa, alle haben die Forderung nach totaler Subordination, lei es in Fragen der Politik, der Liebe oder der Freundschaft. Die Freiheit des Ich pervertiert sick zu Gewalt und Zwang fu¨r die anderen. Diesel Grundproblem, wie dal verabsolutierte Ich der Gesellschaft, wie dal Besondere dem Allgemeinen zu unterstellen sei, vermochten die Stu¨rmer und Dra¨nger nicht zu lo¨sen. Eine $quot;asthetische$quot; Antwort auf diese Frage herauszufinden, das ist den nachfolgenden Klassikern aufgegeben.

[자료제공 : 네이버학술정보]
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