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심리적 관점에서 본 릴케의 창작정체기
Rilkes Schaffenskrise aus psychologischer Sicht
조두환 ( Doo Hwan Cho )
독어독문학 vol. 60 146-168(23pages)
UCI I410-ECN-0102-2008-750-001135250

Nach dem Abschluss der Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge geriet Rilke in eine unerwartete Schaffenskrise, die etwa von 1910 bis 1915 andauerte. Ko¨rperlich und psychisch war Rilke durchaus in schlechter Verfassung. Er musste Monate der Unrast hinter sich bringen und einfach viel reisen. Schon war eine Entzweiung von seinen Selbstaspekten zu beobachten mit den entscheidenden Grenzerfahrungen. Tief in seiner Depression schrieb der Dichter kaum ein Buch ausser einigen U¨bersetzungsarbeiten. Viele Leute empfahlen ihm eine psychoanalytische Behandlung. Der gauze Hintergrund dieser Thematik ero¨ffnet sich uns aber erst, wenn wir einige Gedichte von ihm wie Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens..., Klage, Wendung usw. heranziehen, die im Jahre 1914 mit einem Elegienton nacheineinder geschrieben worden sind. $quot;Auf den Bergen des Herzens ausgesetzt zu sein$quot; bedeutet hinauszutreten aus dem Gemeinmenschlichen. Es waren die Jahre, in denen die Scho¨pferkraft aussetzte. Je ho¨her hinauf man in der Innenwelt steigt, um so a¨rmer erscheint der Grund, der das Wort hervorbringt. Es gibt schliesslich die letzte Ortschaft$quot;, wo die Worte noch fu¨r den zwischenmenschlichen Verkehr taugen und noch gemeinschaftsbildend sind. Ku¨nstlerische Krise und menschliche Daseinsnot sind ineinander verwoben zu einem Ausdruck der Angst und Ausweglosigkeit. Denn die Angst entsteht dort, wo ein Leben auf einen ossen Lebensraum angelegt ist und trotzdem von der Ich-Befangenheit nicht loskommt. Ru¨ke klagt so umfassend, daß er sich diese seine Klage kaum zuzuordnen weiss. Das Gedicht Wendung betont, daß der dichterische Blick von jeder Ich-Bezu¨ glichkeit schon so weit entfernt ist. Dieses Schauen gewinnt schon eine Durchdrin gungskraft, da es die Formen ru¨hren kann, die doch im Sichtbaren minder zu erfahren sind. Die Themattik des Worts tritt in der deutschen Literattu der ersten Ha¨lfte des 20. Jahrhunderts immer wieder bedeutsam hervor. Der Brief des Lord Chandos von Hugo von Hofmannsthal ist bekannt. Bei Rilke ist das Schweigen durch alle vorausgegangenen Versuche des Sagens bestimmt. Das Schweigen Rilkes als Krisen-Symptom bewirkte zugleich seine literarische Wandlungsfa¨higkeit fu¨r die gla¨nzenden Werke der letzten Schaffensperiode: Duineser Elegien, Sonette an Orpheus usw.

[자료제공 : 네이버학술정보]
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