Die vorliegende Arbeit hat sich darum bemu¨ht, das Problem der Subjektivita¨t in den Fru¨hgedichten Hofmannsthals zu untersuchen und die darin verborgene Absicht des Dichters zu betrachten. Hofmannsthal hat in seinen Fru¨hgedichten versucht, die Naturerscheinung anhand der inneren Freiheit(vgl. PI 265) im eigenen Seelenzustand darzustellen. Demnach o¨ffnet er seine Innenwelt als eine Werksta¨tte fu¨r die literarische Arbeit, wo das Problem der a¨sthetischen Subjektivita¨t unter dem Gesichtspunkt der Idee von Symbolismus und Impressionismus aufgelo¨st wird. Dabei hat sich ergeben, daß die abgeschlossene Welt des Ich ein Raum der Subjektivita ¨t sei. In diesem magischen Ich-Raum wird die ambivalente Struktur zwischen ch als Sein und Ich als Werden $quot;(A 216) als Problem der Hofmannsthalschen Subjektivita ¨t behandelt. Das Sonett Mein Garter, das der friihreife, siebzehnja ¨hrige Dichter schrieb, schildert den ambivalenten Zustand zwischen Sein und Werden im suhjektivistischen Ich-Raum, indem er Kunstarten und Naturarten in Gegensatz stellt. Darin beschreibt Hofmannsthal den Garter mit dem pra ¨existenten Daseinsgefu ¨hl ,hortus conclusus` als Begegnungsort von Pra ¨existenz und Existenz. Demzufolge kann man sagen, daß Mein Garten als der Garten der Erkenntnis nicht nur ein Symhol fu¨r die Innenwelt des Ich ist. sondern auch lie selbstgefa¨llige. a¨sthetische Welt bedeut, um das Prohlem dcr Subjektivita¨t bei Hofmannsthal zu ero¨rtem. 1892 dru¨ckt Hofmannsthal in seiner Lyrik Erlebnis ein subjektives Gefu¨hlserlebnis u¨ber Leben und Tod aus. Darin beweist er seine Auffassung. daß die Verknu¨pfung mit dem Leben$quot; (A 214) im ambivalenten Zustand zwischen Leben und Tod verwirklicht worden sei. Folglich disputiert der Dichter mit der Musik, die ein ewiges, a¨sthetisches Wesen ist, u¨ber den Tod, wobei er die Identita¨t von Ich und Du in seinem pra¨existenten Daseinsgefu¨hl subjektiv erleht. Schließlich a¨ußert Hofmannsthal sich in seiner Lyrik Welt und Ich (1893) u¨ber den Begriff von All-Einheit, den er auf die Einheit von Welt und Ich anwendet. Dadurch, daß der Dichter in diesem Gedicht den Zustand des naiven Einheitsgefu¨hls mit der mythischen Erkenntnis darstellt, ha¨lt er die Welt sowohl fu¨r seine inhere Reflexion als auch fu¨r den Spiegel seiner Seele. Aus diesem Grunde zeigt es sich, daß die Einheit von Welt und Ich im subjektiven Raum des Ich, na¨mlich in einem ewigen Gedicht$quot; (GLD 467) in Erfu¨llung gebracht wird. Dies besagt nicht nur, concordia discors` im ambivalenten Sinn zwischen Welt und Ich, sondern die Auflo¨sung des Problems der Subjektivita¨t bei Hofmannsthal. Im Anfang des Lebens ist man am subjektivsten und begreift am wenigsten die Subjektivita¨t der underen. (A 23)