In der vorliegenden Arbeit wird versucht, eine neue Relation zwischen Tempus und Aspekt darzustellen, indem wir deutsche Pra¨sensperfekt anhand der Diskursreprasenta¨tionstheorie(DRT) semantisch analysieren. Die vorhandenen Ansa¨tze u¨ber das deutsche Pra¨sensperfekt beschra¨nken hauptsa¨chlich an einem Satz als Dimension der Analyse. Daru¨ber hinaus versuche ich, die deutschen Pra¨sensperfektformen, die in einem Diskurs vorkommen, durch die DRT zu beschreiben. Die theoretischen Ergebnisse, die aus dieser Arbeit resultieren, sollen wie folgt zusammengefaßt werden: Im Diskurs repra¨sentiert das deutsche Pra¨sensperfekt innerhalb eines Satzes das Pra¨teritum. Die Relation zwischen den deutschen Pra¨sensperfekt im Diskurs hat durch TPpt(Temporal Perspective point) eine dynamische und multidimensionale Zeitbedeutune. - Wenn TPpt nicht gea¨ndert wird, dann stimmt der Rpt(Reference point) des Satzes mit dem Rpt des vorigen Satzes u¨berein, falls das Verb des Satzes einen Zustand beschreibt. Falls das Verb des Satzes ein Ereignis beschreibt, dann beno¨tigt der Rpt des jetzigen Satzes einen neuen Rpt. - Wenn TPpt gea¨ndert wird, dann wird Rpt neu erstellt. Die Diskursrepra¨sentationstheorie hat das Ziel, Diskurs mittels Computer zu verarbeiten. In diesem Zusammenhang zeigen die. Ergebnisse dieser Arbeit nicht nur den theoretischen Ansatz. sondern auch eine Mo¨glichkeit der computerlinguistischen Verarbeitun des deutschen Pra¨sensperfekt. Durch diese Anwendungsmo¨glichkeit ko¨nnen wir sowohl das deutache Pra¨sensperfekt als auch eine semantische Relation zwischen Tempus und Aspekt klarer auffassen und ferner eine Entwicklung der Theorie des Tempus und Aspektes vorschlagen.