In dieser Arbeit handelt es sich um die Unbestimmtheit bei ,,Rezeptionstheorie$quot; und ,,Dekonstruktion$quot;. Iser verneint das ontologische Wesen der Unbestimmtheit im literarischen Werk, und auf dem Grund dieser Vemeinung steht sein Begriff ,,Leerstelle$quot;. Iser bestimmt Leentelle als ,.Anschließbarkeit$quot; bzw. ,.Besetzbarkeit$quot;. Aber diese Mo¨glichkeiten sind ohne Beziehung auf die im Text schon gegebeen Bedeutungseinheiten undenkbar. Iser sagt auch, daß es im Text nur die Bedingungen gibt, darunter der Leser erst bestimmte Bedeutung generiere. An diesem Punkt scheint er das im Text gegebene Sein zuzugeben. Aber Isers Beeriff der Leerstelle, sowie seine Rezeptionstheorie ist nur auf der epistemologischen Grundlaae mo¨glich. Von diesem Standpunkt her gesehen, wird alle Gegensta¨ndlichkeit in unserem Erkenntnisakt Bestimmtsein. und umgekehrt wird ein bestimmter Gegenstand erst durch unserem Erkenntnisakt das Gegebensein. Daher kann es keine Textbedingungen eben, die im Text gegeben md zugleich vom Erkenntnisakt des Lesers unabha¨ngig sind. Der Begriff der Schrift ist Derridas strategische Einsatz gegen das, was er den ,,fundamentalen Phonozentrismus der Philosophie$quot; nennt. Hier steht Schrift der Illusion der Durchsichtigkeit der Sprache. Die Schrift la¨ßt sich nicht bestimmen, und in dieser Unbestimmtheit der Schrift wird die ganze Fu¨lle der Verheißung konzentriert. So gilt die Schrift als das allen pragmatischen Zusammenha¨ngen der Kommunikation herausgelo¨ßste, von sprechenden und ho¨renden Subjekten unabha¨ngig gewordene, schlechthin origina¨re Z,eichen$quot;. Und darin liegt die Gefahr, daß die Schrift selbst a1s selbstgenu¨gendes Sein stilisiert wird. Trotz alledem werden die beiden Theorien durch die positive Einstellung zur Unhestimmtheit gepra¨gt. Wenn man diese als positive md subjektive Haltung zur unseren unsicheren Zeit interpretiert, interpretiert man ,,falsch$quot;?.