Die wichtige Frage nach dem Ursprung der Sprache ist heutzutage in der wissenschaftlichen Diskussion etwas in den Hintergnmd getmten. Daher wird bier der Versuch unternommen, den Ursprung der Sprache mit Hilfe des Ansatzes von W.v. Humboldt(1767-1835) zu erkla¨ren. Anlmu¨pfend an Platon, der in seinem Buch 『Kratylos』 die Frage each der Wortentstehung gestellt hatte, wurde in der Berliner Akademie intensiv u¨ber den Ursprung der Sprache diskutiert. dabei entstand auch die Abhandlung J.G.Herders(1744-1803), der den Ursprung der Sprache mit der menschlichen Besonnenheit erklarte. In der christlichen Tradition stehend versuchte Herder mit Hilfe der These ,,Die Fa¨higkeit, Sprache zu erfinden, ist Gottesgabe$quot; seine Theorie vom Sprachursprung zu entwickeln. Dabei behauptete er, die Sprache babe sich evolutiona¨r entwickelt. Dagegen behauptete Humboldt, daß Sprache sich nicht langsam entwickelt babe, sondern auf einmal entstanden sei. Interessanterweise ist bei Humboldt die Frage, ob Sprache,, Gottesgabe$quot; sei, nicht mehr wichtig. Nach ihm ist die Fa¨higkeit zum Sprechen a priori. Von daher ist seine Behauptung, daß Sprache schon da und auf einmal geschaffen sei, zu verstehen. Das Neuartige an Humboldts Ansatz zeigt sich vor allem im Vergleich mit den Thesen Herders. Um den Ansatz zusammenfassend zu erkla¨ren, ist er folgendermaßen darntstellen: 1) Sprache hat a priori einen Typus. 2) Sprache ist auf einmal entstanden. 3) Sprache hat den Chuakter ,,Synthesis und Analogie$quot;. Sprache existiert als Typus (der Sprache) a priori. Daher nimmt Humboldt an, daß Sprache auf einmal entstanden ist. Nach dem Modell des gleichartigen Typus aller Sprachen entwickelt sich Sprache mit Hilfe der Prozesse ,,Synthesis$quot; und ,,Analogie$quot;. Hiermit stellen sich folgende Frage: 1) ob Humboldt Theist oder Atheist war, 2) welche Konsequenzen dies fu¨r den Typos der Sprachen haben ko¨nnte, 3) ob ,,Synthesis$quot; und nalogie$quot; eine Ursache der Sprachverschiedenheit sind oder nicht.