Im Roman ist die Zeit immer ein wichtigstes Element der inneren Stntktur, der Handlung und Konstmktion. Aber im modemen Roman geht so gennante ,doppelte Zeit` als ein neues Prinzip der Konstniktion auf, wie man z.B. bei James Joyce, Thomas Mann, Robert Musil und Hermann Broch sieht. Ihnen wind die Zeit nicht mehr als eine chronologisch sukzessive Zeit aufgefaßt, sondem als die aufgespaltene, auseinandergeteilte Zeit(a¨ußere und inhere, objektive und subjektive, mechanische und innerlich erlebte Zeit). Die Zeit erscheint ihnen grundsa¨tzlich dichotomisch, weil die subjektive, inhere Zeit wie die Innerlichkeit alle Sinnfu¨lle f¨ur sich in Ansptuch nimmt, wa¨hrend die objektive, mechanisieRe Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg als eine feindliche Macht gilt. Doppelte Zeitstmktur, die in Thomas Manns $gt;$gt;auberberg$lt;$lt; vorgestellt wird, setzt im Grande rein großes Krisenbewußtsein vor der europa¨ischen Vorkriegszeit voraus, und reflektiert zugleich seine ku¨nstlerlische Absicht, die zerissene Wirklichkeit zu u¨berwinden und aufs neue zu konstruieren. Thomas Mann erwa¨hnt von dem Roman in seinem Essay $gt;Einfu¨hrung in den Zauberberg$lt; : ,,Er ist ein Zeitroman in doppeltem Sinn: einmal historisch, indem er das inhere Bild der Epoche, der europa¨ischen Vorkriegszeit, zu entwerfen versucht, dann aber, weil die refine Zeit selbst sein Gegenstand ist.$quot; Die Tendenz zur subjektiven Zeit und Verimerlichung durch ,die Aufhebung der Zeit` bilden zuna¨chst in diesem Roman die Inhalte von sinnlichen Abenteuern, die ,einen durch schnittlichen Bu¨rger` Hans Castorp ins mystisch-hermetische Zeiterlebnis hineintragen und so die Kalenderzeit oder Uhrzeit der allta¨glichen Welt, d.h. das mechanisierte Bu¨rgerleben ganz vergessen lassen. Damit versta¨rkt sich die inhere Zeit, und der Abenteurer Castorp genußt den ho¨chsten Seelenzustand und findet dabei den humanisieRen Sinn des Mythos im Schneekapitel. Trotzdem beginnt die extremsten Paradoxie der Zeit erst, wens die Darstellung der Zeit selbststa¨ndigen Wert der Subjektivita¨t selbst zu bekorrunen scheint. Wo die inhere Zeit einerseits traumhafte Ideale der Menschheit erreicht, bricht die a¨ußere Zeit andererseits in die f¨urchtliche Detonation des Kriegs aus. Zu Ende des Romans versucht Thomas Mann durch die Selbstreflexion des Helden diesen Wiederspruch der Zeit zu losen. Die einzige Mo¨glichkeit der Vermittlung von Subjektivita¨t und Objektivita¨t, Phantasie und Realita¨t, d.h. die der einheitlichen Zeit und der epischen Integration erhaltet nur in der wirklichen Handlung des seelischen Individuums bleiben.